Hanfpflanzen

Der Hanf ist eine der geschichtlich interessantesten Pflanzen, was ihre Nutzung und ihre Rolle in wirtschaftlichen Vorgängen betrifft. Hanf ist eine einjährige, ausschliesslich windbestäubte Pflanze, deren Blätter handförmig angeordnet sind. Es wird vermutet, dass Hanfpflanzen zuerst in Zentralasien wuchsen und seit circa 10000 Jahren genutzt werden.

Nachgewiesen ist. dass sie seit 3000 Jahren in allen Teilen der Welt und vielen Klimazonen aus Hanfsamen angebaut werden, sowohl in gemäßigten wie auch den tropenähnlichen. Ein besonderes Merkmal der Pflanze ist die Resistenz gegen Schädlinge, die den chemischen Pflanzenschutz nahezu überflüssig macht. Auch an den Boden stellt sie keine besonderen Ansprüche. Hanfpflanzen für medizinische Zwecke

Hanfpflanzen für technische und medizinische Zwecke

Hanf wird seit langem für viele technische wie auch medizinische Zwecke genutzt, allerdings mit Unterbrechungen. Bereits die Chinesen wiesen dem Hanf vor circa 2000 Jahren eine gute Wirkung gegen Malaria, Rheuma und viele andere Krankheiten zu. Mitte der 70er Jahre des 20. Jahrhunderts forschte man in den USA nach der Wirksamkeit von dem im Hanf enthaltenen Wirkstoff THC gegen die Nebenwirkungen der Chemotherapie.

Der technische Nutzen von Hanf wurde zu allen Zeiten klar erkannt und auch angewendet. Die Bestandteile der Pflanze wurden zu Kleidung, Nahrung, Öl für Farben sowie zu Papier verarbeitet. Auch die Seefahrt war für die Herstellung von Tauen, Segeln und Seilen dringend auf die Hanfpflanzen angewiesen. Ebenso wurde die erste Jeans aus Hanffasern hergestellt.

Der Siegeszug der Hanfpflanzen in Europa endete erstmals mit der Kontinentalsperre Napoleons gegen England. Da der Hanf dort knapp wurde, wich man zunächst auf Baumwolle und Jute aus.

Die wirklich gefährliche Konkurrenz erwuchs dem Hanf jedoch in den späten 30er Jahren des 20. Jahrhunderts. Die Öl- und Pharmakonzerne hatten sich verschiedene Verfahren in der Medizin- und Farbherstellung patentieren lassen und fürchteten den kostengünstigen Hanf.

Im Zuge dessen begann ein Rufmord und eine Art Hanfprohibition, die Hanf verteufelte und kriminalisierte. Die Baumwollobby hatte im 19. Jahrhundert bereits die ersten Pfade dafür angelegt.Dieses ist bis zum heutigen Tage so geblieben.